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Deutsche Nationalspielerinnen verlassen Bundesliga: Trend setzt sich fort

PannaGo Redactie 18 يوليو 2026 3 min read
Deutsche Nationalspielerinnen verlassen Bundesliga: Trend setzt sich fort

Immer mehr deutsche Fußballerinnen wechseln ins Ausland – ein Trend, der Besorgnis auslöst. Während Alexandra Popp warnt vor einem möglichen Aderlass für die Bundesliga, arbeiten Verantwortliche an Plänen, die Liga attraktiver zu gestalten.

Prominente Abgänge in kurzer Zeit

Der Abgang von Spielerinnen aus der Frauen-Bundesliga hat sich deutlich beschleunigt. Nach Alexandra Popps Wechsel zu Borussia Dortmund folgten innerhalb kurzer Zeit gleich fünf weitere Nationalspielerinnen ins Ausland. Vivien Endemann verließ den VfL Wolfsburg in Richtung FC Liverpool, während Lea Schüller vom FC Bayern zu Manchester United wechselte. Auch Elisa Senß (zu Real Madrid), Nicole Anyomi (London FC) und Selina Cerci (FC Arsenal) trennten sich von ihren deutschen Clubs. Mit diesen Transfers verlässt eine beachtliche Zahl etablierter Leistungsträgerinnen die heimische Liga.

Junge Talente folgen dem Trend

Nicht nur etablierte Stars, sondern auch Nachwuchsspielerinnen suchen ihr Glück im Ausland. Lisa Baum, erst 19 Jahre alt, wechselte von RB Leipzig zum FC Arsenal – für eine Rekordablöse von 600.000 Euro. Die junge Spielerin war von mehreren Top-Clubs umworben worden, darunter Barcelona, Lyon und Manchester United. Bei Arsenal trifft Baum auf weitere ehemalige Bundesliga-Profis wie Selina Cerci und Géraldine Reuteler sowie auf Stars wie Alessia Russo und Leah Williamson. Hinzu kommt, dass Weltmeisterin Georgia Stanway nach ihrer Zeit beim FC Bayern zur Saison 2026 nach England zurückkehrte und ebenfalls für Arsenal spielt.

Die Gründe für die Fluktuation

Alexandra Popp sieht die Ursachen nicht allein in finanziellen Anreizen. Zwar ist die Premier League bekannt für höhere Gehälter, doch Popp betont: Es gehe den jungen Spielerinnen vielmehr um neue Erfahrungen und darum, ihre Komfortzonen zu verlassen. Nationalspielerin Marie Müller, seit 2024 bei Portland Thorns FC in den USA aktiv, nannte konkrete Faktoren: der intensivere Konkurrenzkampf, das größere Publikumsinteresse und die generell höhere Professionalisierung des Frauenfußballs im Ausland – während Bundesliga-Spiele oft vor etwa 1.000 Zuschauern stattfinden. Müller machte deutlich, dass sie nicht zwingend nach Deutschland zurückkehren will: Dafür müsste die Bundesliga deutlich attraktiver werden.

Bundestrainer Wück warnt vor Aderlass

Bundestrainer Christian Wück erkennt zwar an, dass internationale Stationen für die persönliche Entwicklung förderlich sind. Bei der EM-Qualifikation im Juni standen neun von 23 nominierten Spielerinnen bereits bei ausländischen Clubs unter Vertrag. Gleichzeitig warnte Wück aber deutlich: Der Standort Deutschland sollte in der Lage sein, seine besten Spielerinnen in der Liga zu halten. Alexandra Popps Fazit fiel deutlich kritischer aus. Sie sieht einen Aderlass für die Bundesliga voraus, der zur Folge hätte, dass Deutschland international keine Rolle mehr spielte – was sie als "sehr, sehr traurig für die Entwicklung" bezeichnete.

Pläne zur Stärkung der Bundesliga

Die Verantwortlichen reagieren auf die Abwanderungswelle. Ab 1. Juli 2027 soll ein Grundlagenvertrag zwischen dem Ligaverband (FBL) und dem Deutschen Fußball-Bund in Kraft treten. Nach dem Vorbild des Bundesliga e.V., der seit 2001 die Männer-Bundesliga organisiert und vermarktet, soll die Frauen-Bundesliga nun ebenfalls professioneller strukturiert und vermarktet werden. Ligaverbands-Präsidentin Katharina Kiel kündigte an: Die Frauen-Bundesliga werde sichtbarer, innovativer und wachstumsfähiger. Ein geplantes Joint Venture zwischen FBL und DFB scheiterte allerdings an Streitigkeiten über Entscheidungsbefugnisse. Der Fokus liegt nun auf schneller Umsetzung – damit deutsche Nationalspielerinnen sich künftig wieder häufiger für die Bundesliga entscheiden.

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Source: Via t-online.de (GNews)

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