Handball: TV Hersfeld empfängt TSG Offenbach-Bürgel in Regionalliga-Duell

Aufsteiger TV Hersfeld trifft Samstag in der Handball-Regionalliga auf Tabellenzweiten TSG Offenbach-Bürgel. Der Gegner bringt mit Spielertrainer Nico Büdel einen Bundesliga-Routinier mit 331 Erstliga-Spielen und zwei Länderspiele für Deutschland mit nach Bad Hersfeld.
Hersfeld kämpft sich in die Spur
Der TV Hersfeld empfängt am Samstag um 19 Uhr in der Geistalhalle die TSG Offenbach-Bürgel zum Regionalliga-Duell. Für die Neuliga-Mannschaft unter Trainergespann Kai Hüter und Michael Stock ist es die nächste große Herausforderung gegen den aktuellen Tabellenzweiten der Südhessen. Bisweilen zeigen die Hersfelder Leistungssteigerung: Nach dem schwachen 2-Punkte-Start und vier folgenden Niederlagen lieferten sie zuletzt beim 31:35 gegen Tabellenführer Groß-Umstadt eine couragierte Vorstellung ab. Nur fünf Minuten vor Spielende schnupperten sie noch am möglichen Punktgewinn, scheiterten aber an entscheidenden Momenten. "Es haben nur Kleinigkeiten gefehlt", resümiert Trainer Michael Stock. "Spielerisch waren wir vielleicht sogar besser als der Gegner. Aber uns fehlt noch der Killerinstinkt."
Reinhardt und Ley als Torgaranten
Offensiv stützt sich Hersfeld auf bewährte Kräfte. Rückraumspieler Lasse Reinhardt führt die interne Torschützenliste mit 29 Treffern an und liegt damit auf Platz 15 der Regionalliga-Rangliste. Der 18-jährige Linksaußen Julian Ley folgt mit 25 Toren. Allerdings offenbaren sich Schwachstellen: Der TVH erzielte bislang durchschnittlich 28 Tore pro Spiel und konnte in auswärtigen Duellen gegen Groß-Bieberau/Modau und Groß-Umstadt jeweils über 31 Treffer hinzufügen. In der eigenen Halle aber bleibt die 30er-Marke bislang unerreicht. "Wir lassen immer noch zu viele Chancen liegen. Hier mal einen freien Wurf, dort einen Siebenmeter", erklärt Stock die Ineffizienz.
Defensives Abwehrproblem
Auf der Gegenseite musste Hersfeld in fünf Saisonspielen bereits 168 Gegentore hinnehmen – ein Schnitt von über 33 pro Partie. Die höchste Niederlage (elf Tore Differenz) kassierte die Mannschaft im Nord-Osthessen-Derby bei Eintracht Baunatal, wo sie nach der Pause zusammenbrach. Stock betont: "Wirklich schlecht haben wir aber eigentlich nur bei uns zuhause gegen Dotzheim gespielt."
Erfahrung trifft auf Routine
Die Hersfelder können auf etablierte Spieler setzen. Rechtsaußen Sven Wiegel (33 Jahre) ist nicht nur der älteste regelmäßig eingesetzte Akteur, sondern auch ein souveräner Siebenmeter-Schütze. Kreisläufer Felix Rehberg stammt aus dem Jahrgang 1993. Zum Kader gehört zudem Rückraumspieler Andreas Krause (37 Jahre), der als "Dino" des Teams fungiert. Laut Stock sind alle Leistungsträger für Samstag einsatzbereit.
Offenbach-Bürgel als Favorit
Die TSG Offenbach-Bürgel endete die vergangene Saison mit 42:10 Punkten als klarer Vizemeister, acht Punkte hinter Meister Gensungen/Felsberg. Auch in dieser Spielzeit streben die Südhessen an, oben mitzumischen. Schlüsselspieler ist Spielertrainer Nico Büdel, ein Bundesliga-Routinier mit 331 Erstliga-Spielen, der zudem zwei Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft bestritt. "Er ist der Schlüsselspieler in Angriff und Abwehr. Aber sie gehen über ihren starken Torhüter und ihre schnellen Außen auch großes Tempo", analysiert Stock die Gegner-Stärken. Die Strecke von Bürgel nach Bad Hersfeld beträgt rund 150 Kilometer.
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Bron: Via Hessische Niedersächsische Allgemeine (GNews)
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