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Bundesliga-Spielerinnen verdienen durchschnittlich 5.000 bis 6.000 Euro brutto monatlich

PannaGo Redactie 9. Oktober 2026 2 min read
Bundesliga-Spielerinnen verdienen durchschnittlich 5.000 bis 6.000 Euro brutto monatlich

Union-Berlins Trainerin Marie-Louise Eta hat in einem Podcast erstmals offen über die Gehaltsstrukturen in der Frauen-Bundesliga gesprochen. Das Durchschnittsgehalt von Spielerinnen liegt aktuell bei 5.000 bis 6.000 Euro brutto im Monat, die bestbezahlte Spielerin könnte rund 200.000 Euro pro Jahr verdienen. Das zeigt: Während der Frauenfußball wächst, bleibt das Gehaltsgefälle zu den Männern enorm.

Von Minijobs zu regelmäßigen Verträgen

Marie-Louise Eta kennt die Frauen-Bundesliga aus verschiedenen Perspektiven. Sie spielte von 2014 bis 2018 für Werder Bremen, war zuvor bei Cloppenburg, dem HSV und Turbine Potsdam aktiv. In dieser Zeit war professioneller Frauenfußball in Deutschland noch deutlich weniger präsent. Viele Spielerinnen arbeiteten damals auf Minijob-Basis, während sie parallel Fußball spielten. Das hat sich grundlegend gewandelt. Der Frauenfußball wächst kontinuierlich, fast jährlich werden neue Besucherrekorde aufgestellt. Diese Entwicklung wirkt sich auch direkt auf die Verdienststrukturen aus.

5.000 bis 6.000 Euro im Schnitt

Im Podcast "Flatterball" mit den Ex-Profis Max Kruse und Martin Harnik berichtete Eta offen von den aktuellen Gehältern. "Jetzt hat man, glaube ich, ein Durchschnittsgehalt von 5.000 oder 6.000 Euro brutto im Monat", sagte die Trainerin von Union Berlin. Kruse und Harnik spekulierten darüber hinaus, dass die Bestverdienerinnen der Bundesliga jährlich etwa 200.000 Euro erhalten könnten. Über ihr eigenes Gehalt hielt sich Eta bedeckt, betonte aber, dass sie deutlich unterhalb dieser Summe verdient. Kruse merkte augenzwinkernd an, dass es für sie verdient wäre, mehr zu bekommen. Zum Vergleich: Das Durchschnittsgehalt von Krankenpflegern und Krankenpflegerinnen in Deutschland liegt bei etwa 4.300 Euro brutto – Bundesliga-Spielerinnen verdienen also deutlich mehr als in dieser Berufsgruppe.

Der immense Unterschied zu Männer-Spielern

Der Vergleich zum Männerfußball fällt allerdings ernüchternd aus. Kruse selbst offenbarte in der Podcast-Episode seine eigenen Gehälter: Bei Fenerbahçe Istanbul verdiente er 2019 300.000 Euro brutto monatlich, bei Union Berlin immerhin noch 125.000 Euro. Bei Wolfsburg waren es wieder 300.000 Euro, bei Paderborn zuletzt 30.000 Euro im Monat. Harry Kane, aktuell wohl einer der Topverdiener in der Bundesliga, soll monatlich rund 2,1 Millionen Euro erhalten. Selbst Cole Campbell von der SV Elversberg verdient Schätzungen zufolge noch etwa 100.000 Euro monatlich – das 16- bis 20-Fache dessen, was Durchschnitts-Spielerinnen erhalten.

Positive Entwicklung trotz großer Lücken

Eta wehrte sich gegen Vergleiche und forderte Verständnis für die unterschiedlichen Strukturen ein. "Es ist eben nicht eins zu eins vergleichen", erklärte sie. Sie verwies sowohl auf die unterschiedliche Nachfrage zwischen Männer- und Frauenfußball als auch auf die historischen Unterschiede: Die Frauen-Bundesliga ist noch ein sehr junges Produkt, während der Männerfußball bereits Jahrzehnte Zeit hatte, um zu wachsen und sich zu etablieren. Dennoch betonte Eta mehrfach im Podcast, dass die Entwicklung eindeutig positiv verläuft. Auch wenn es noch erhebliches Potenzial nach oben gibt – die Gehaltsstrukturen im Frauenfußball bewegen sich in die richtige Richtung.

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Source: Via WEB.DE News (GNews)

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