BVB-Missbrauchsskandal: 23 von 29 Verfahren eingestellt, sechs noch unter Prüfung

Die Staatsanwaltschaft Hagen hat 23 von 29 Ermittlungsverfahren gegen einen ehemaligen Mitarbeiter von Borussia Dortmund wegen Missbrauchsvorwürfen eingestellt. Sechs Verfahren sind noch offen; eine Hausdurchsuchung erbrachte keine belastenden Erkenntnisse.
Mehrheit der Verfahren eingestellt
Die Staatsanwaltschaft Hagen hat die überwiegende Mehrheit der Ermittlungsverfahren gegen einen ehemaligen Arbeitnehmer von Borussia Dortmund abgeschlossen. Von insgesamt 29 Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs und sexueller Nötigung wurden 23 eingestellt. Grund für die Einstellungen: Die dem Mann vorgeworfenen Handlungen waren zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Taten nach damaliger Rechtslage nicht strafbar oder sind inzwischen verjährt. Sechs Verfahren befinden sich noch in Bearbeitung; hier muss zunächst eine mögliche Verjährung geklärt werden. Mit dem Abschluss dieser restlichen Fälle wird erst im Jahr 2026 gerechnet.
Taten über Jahrzehnte hinweg
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen die mutmaßlichen Straftaten in den 1980er-Jahren begonnen und bis 2017 andauert haben. Die Opfer waren zum Tatzeitpunkt zwischen zwölf und 24 Jahren alt; unter ihnen waren Kinder, Jugendliche und junge Männer. Die teilweise mehrere Jahrzehnte zurückliegenden Vorwürfe machten Missbrauchsopfer im Herbst 2025 öffentlich.
Hausdurchsuchung ohne Ergebnis
Ende 2025 führte die Staatsanwaltschaft eine Hausdurchsuchung der Privatwohnung des Beschuldigten durch. Dabei wurden technische Geräte und Datenträger sichergestellt. Staatsanwalt Tobias Schülke teilte mit, dass keine strafrechtlich relevanten Inhalte gefunden wurden.
BVB beendete Arbeitsverhältnis 2023
Der Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund äußerte sich erstmals im Oktober 2025 zu den Vorwürfen. Dem Verein zufolge war er bereits 2010 über einen Näherungsversuch des damaligen Mitarbeiters an einem volljährigen Nachwuchsspieler aus den 1990er-Jahren informiert worden. Die Vorwürfe konnten sich damals jedoch nicht erhärten, da der Beschuldigte sie abstritt und keine Anzeige erstattet wurde. 2023 kam ein weiterer Vorwurf ans Licht, daraufhin beendete der BVB das Beschäftigungsverhältnis mit sofortiger Wirkung.
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Source: Via Main Post (GNews)
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