Unentschieden reicht Telstar bei FC Volendam: 'Der Klassenerhalt ist schwerer als der Aufstieg'

Am letzten Spieltag der Eredivisie trifft Telstar in einem direkten Duell um den fünfzehnten Tabellenplatz auf FC Volendam. Die Mannschaft aus Velsen-Zuid hat zwei Punkte mehr als Volendam und kann mit einem Unentschieden die Relegation vermeiden und den Verbleib in der Eredivisie sichern.
Von ganz unten in die Eredivisie — und dort auch geblieben
Dass Telstar überhaupt auf dieser Bühne steht, ist für sich genommen bereits eine Geschichte für sich. Der Klub kehrte vergangene Saison über die Play-offs ins Oberhaus zurück — nach einer Abwesenheit von stolzen 47 Jahren. Im Vorfeld hatten nur wenige der Mannschaft aus Velsen-Zuid eine realistische Chance auf den Klassenerhalt eingeräumt. Kapitän Jeff Hardeveld blickt mit Genugtuung zurück: 'Wenn man uns vorher gesagt hätte, dass wir im letzten Spiel um den Klassenerhalt oder die Relegation spielen würden... ja, das hätte ich sofort unterschrieben.' Mittlerweile hat Telstar 34 Punkte gesammelt — eine Leistung, die in der Eredivisie viele überrascht hat.
Bakker: 'Im Oberhaus zu bleiben ist schwerer als aufzusteigen'
Mittelfeldspieler Danny Bakker, wie Hardeveld 31 Jahre alt und eines der Gesichter der Mannschaft, ordnet die Leistung ein. 'Die Klubs in der Eredivisie sind deutlich besser. Wir sind außerdem nicht als Meister aufgestiegen, sondern über die Play-offs. Wenn man sich als kleiner Klub dann halten kann, ist das einfach wunderschön.' Seiner Meinung nach ist der Klassenerhalt sportlich gesehen eine größere Herausforderung als der Aufstieg selbst — schlicht weil die Konkurrenz im Oberhaus von einem ganz anderen Kaliber ist.
Trainer Correia: 'Schön über den Platz fegen'
Trainer Anthony Correia, der nach dieser Saison zu FC Utrecht wechselt, beschreibt den Spielstil, den Telstar in dieser Saison gezeigt hat, mit sichtlicher Begeisterung. 'In unserem Spiel steckt eine Portion Dynamik, eine Portion Kampfgeist, eine Portion Kreativität. Die Intensität, mit der wir spielen, ist einfach herrlich. Schön über den Platz fegen. Herrlich zu spielen und herrlich anzuschauen.' Bakker ergänzt, dass das Team damit Gegner überrascht hat: 'Wir haben wie schon im Vorjahr mit viel Mut und Courage gespielt. Das ist unsere Stärke gewesen in dieser Saison. Gegen wen wir spielen, ist uns dabei egal. Auch auswärts bei Ajax und PSV haben wir versucht, genau dasselbe durchzuziehen.'
Vertrauen als Fundament: Aufbauen statt niedermachen
Hardeveld nennt die Kultur innerhalb der Gruppe als entscheidenden Faktor für den Erfolg. Einen konkreten taktischen Schlüssel gibt es seiner Meinung nach nicht. 'Es geht einfach darum, füreinander da zu sein, sich zu bewegen, solange alle Positionen besetzt sind und man die Stärken des anderen nutzt. Einander Vertrauen schenken, positiv bestärken. Das macht uns zu einem sehr guten und stabilen Team.' Bakker stimmt dem zu: Im praktizierten System fühlt er sich pudelwohl, nicht zuletzt weil Fehler nicht sofort bestraft werden. 'Wenn du jemanden, der Fehler macht, sofort niedermachst, traut der sich im Spiel auch nichts mehr.'
Sonntägiges Finale ohne großen Druck
Auf die Frage, ob das Abschlussduell gegen FC Volendam wie eine Last wirkt, reagieren beide bemerkenswert gelassen. Hardeveld: 'Wenn man sich bewusst macht, wo wir herkommen, haben wir eigentlich nur etwas zu gewinnen.' Bakker räumt zwar eine gewisse Anspannung ein, will sie aber nicht überhand nehmen lassen. 'Dieser Druck kommt vor allem von außen. Aber wenn wir einfach aus unserer eigenen Stärke heraus spielen und denselben Mut und dieselbe Courage gegen Volendam an den Tag legen, dann blicke ich dem Spiel mit großem Vertrauen entgegen. Ein heißes Spiel wird es aber allemal.'
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Source: Via NOS (GNews)
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