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Gratis Ligue 1 im Fernsehen? Französisches Parlament debattiert über Gratisausstrahlung

PannaGo Redactie 29. Juni 2026 1 min read

Das französische Parlament berät sich an diesem Montag über einen Gesetzesentwurf, der TV-Sender zwingen würde, jede Woche ein Ligue 1-Spiel kostenlos auszustrahlen. Die Änderung ist Teil eines umfassenderen Gesetzes zur Reform des französischen Fußballs, stößt aber auf heftigen Widerstand aus den professionellen Ligen und von Clubführungen.

Änderungsantrag soll Fans entgegenkommen

Jede Woche ein Ligue 1-Spiel kostenfrei im Fernsehen – dafür setzen sich eine Reihe französischer Parlamentarier ein. In der öffentlichen Sitzung der Assemblée nationale an diesem Montag wird ein Änderungsantrag behandelt, der TV-Sender verpflichten würde, wöchentlich ein Spiel aus der höchsten französischen Fußballliga kostenlos auszustrahlen. Die Antragsteller argumentieren, dass das explosive Wachstum von Pay-TV-Anbietern und Streaming-Diensten Fans zunehmend vom Fußball entfernt und Piraterie anheizt.

Clubs und Ligen lehnen vehement ab

Die professionellen Ligen und verschiedene Sportakteure schlugen bereits am 25. Juni gemeinsam Alarm. In einer gemeinsamen Pressemitteilung warnten sie, dass eine solche Maßnahme «den Wert der Medienrechte automatisch senken würde, genau in dem Moment, in dem die französische Sportlandschaft ihre Einnahmen diversifizieren und ihre Finanzierung stärken muss». Zweiundzwanzig Präsidenten von Clubs aus der Ligue 1 und Ligue 2 schlossen sich an und bezeichneten den Vorschlag als alles andere als «neutral».

Langer Weg bis zur endgültigen Abstimmung

Ein endgültiger Beschluss ist noch in weiter Ferne. Nach den Debatten in der Assemblée nationale kann der Text noch überarbeitet werden, bevor sich am 21. Juli eine paritätische Kommission dem Vorhaben widmet. Das breitere Reformgesetz geht ohnehin über die Frage der kostenlosen Ausstrahlungsrechte hinaus: Auch der Kampf gegen Piraterie, eine stärkere Rolle für Sportverbände und das Sportministerium in der Verwaltung der Profiligen, die Umverteilung audiovisueller Einnahmen und eine Obergrenze für die Gehälter von Führungskräften stehen auf der Agenda.

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Source: Via Sports.fr (GNews)

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