Willem II kehrt nach nervenaufreibendem Elfmeterschießen gegen FC Volendam in die Eredivisie zurück

Willem II hat seine Rückkehr in die Eredivisie erzwungen, indem der Klub FC Volendam im Finale der Aufstiegsrelegation besiegte. Nach einem 1:2-Sieg im Rückspiel in Volendam, einer Verlängerung und einem Elfmeterschießen – in dem einzig Nordin Bukala scheiterte – darf der Klub aus Tilburg in der nächsten Saison wieder im Oberhaus antreten.
Rückkehr nach einem Jahr Abwesenheit
Ein Jahr nachdem Willem II als Sechzehnter der Eredivisie in der Relegationsrunde von Telstar überrascht worden war, schreibt der Tilburger Klub eine völlig andere Geschichte. Der Dritte der Eerste Divisie sicherte sich diesmal tatsächlich die Rückkehr ins Oberhaus – auf Kosten von FC Volendam. Das gelang dem Klub auf spektakuläre Weise: nach zwei Spielen, einer Verlängerung und schließlich einem Elfmeterschießen. Einzig der Volendammer Nordin Bukala scheiterte vom Punkt, womit das Endergebnis feststand.
Starker Beginn von Willem II in Volendam
Die Ausgangslage für das Rückspiel schien für Volendam günstig: Der Klub hatte das Hinspiel in Tilburg mit 2:1 gewonnen und konnte vor eigenem Publikum am Ufer des IJsselmeers antreten. Doch Willem II setzte dieser Logik früh ein Ende. In der achten Minute verwandelte Siegert Baartmans eine Eckvariante über Mounir El Allouchi aus kurzer Distanz zum 0:1. Neun Minuten später verdoppelte Finn Stam die Tilburger Führung. Er nutzte einen Ballverlust von Gibson Yah in der Abwehrreihe und fand mit einem harten Flachschuss den unteren Winkel: 0:2. Schiedsrichter Sander van der Eijk sah beim Kontakt zwischen Stam und Yah kein Foul, und auch der VAR griff nicht ein – obwohl Yah sich anschließend verletzt vom Platz begeben musste.
Volendam kämpft sich vor der Pause zurück
Der Gastgeber kam nur schwer ins Spiel. Erst nach einer halben Stunde wurde Volendam durch einen Schuss von Juninho Bacuna, Nationalspieler von Curaçao und WM-Teilnehmer, erstmals gefährlich. Es war schließlich Yannick Leliendal, der kurz vor der Pause traf und die Spannung wiederherstellte: 1:2 zur Halbzeit. Willem II behauptete damit knapp seinen Vorsprung in der Gesamtwertung.
Mühren und Kuwas bringen Erfahrung bei Volendam
Nach der Pause erhöhte Volendam den Druck. Der 37-jährige Robert Mühren, der nach eigenen Angaben seine letzten Minuten als Profifußballer erlebte, rückte neben dem 35-jährigen Henk Veerman in den Angriff. Eine Viertelstunde später wurde auch Brandley Kuwas – wie Bacuna WM-Teilnehmer mit Curaçao – eingewechselt und ersetzte den verletzt ausgeschiedenen Publikumsliebling Bilal Ould-Chikh. Mühren traf nach einem feinen Steilpass von Veerman den Pfosten und reklamierte später einen Handelfmeter nach einem Stoß in den Rücken, doch Van der Eijk zeigte nicht auf den Punkt. Mehr hatte die zweite Hälfte nicht zu bieten, sodass die Verlängerung unvermeidlich wurde.
VAR annulliert Volendams vermeintlichen Befreiungsschlag
In der Verlängerung zeigte Volendam den größeren Hunger, um ein Elfmeterschießen zu verhindern. Der Gastgeber erspielte sich Chancen und schien die Entscheidung sogar erzwungen zu haben: Ein Abstauber von Mühren schien den Weg ins Tor zu finden, doch der VAR griff ein. Kurz zuvor hatte Leliendal auf einem Tilburger Fuß gestanden, weshalb der Treffer aberkannt wurde. Auch in der zweiten Verlängerung stand Willem II mit dem Rücken zur Wand, rettete sich jedoch mit Ach und Krach ins Elfmeterschießen – nicht zuletzt, weil Volendams Angriffsspiel die nötige Präzision vermissen ließ.
Elfmeterschießen besiegelt Aufstieg von Willem II
Im entscheidenden Elfmeterschießen blieb den Tilburgern das große Zittern erspart. Nur ein Spieler scheiterte: der Volendammer Nordin Bukala. Willem II verwandelte seine Chancen und kehrt damit nach nur einer Saison in der Eerste Divisie in die Eredivisie zurück. Ein Jahr zuvor endete die Relegation noch in Tränen – jetzt darf Tilburg feiern.
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Source: Via NOS (GNews)
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