Fanszenen fordern Ende der 50+1-Ausnahmen in der Bundesliga

Das Bündnis Fanszenen Deutschlands verlangt die konsequente Umsetzung der 50+1-Regel ohne Ausnahmen. Nach einer Aufforderung des Bundeskartellamts im August sollen Clubs und Verbände bis zur Dezember-Mitgliederversammlung handeln. Derzeit profitieren Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg von Sonderregelungen.
Fanszenen fordern klares Bekenntnis zur 50+1-Regel
Das Bündnis Fanszenen Deutschlands macht Druck auf die Bundesliga. Vor der Dezember-Mitgliederversammlung soll der Deutsche Fußball-Bund sich unmissverständlich zur konsequenten Umsetzung der 50+1-Regel bekennen – ohne Ausnahmen und Umgehungsversuche. Im August hatte das Bundeskartellamt die Bundesliga bereits zu Nachbesserungen und einheitlichen Wettbewerbsbedingungen aufgefordert. Das Fanbündnis sieht diese Empfehlung der Kartellbehörde als Chance für fairen Fußball in Mitgliederhänden und fordert eine schnellstmögliche Umsetzung.
Wolfsburg und Leverkusen profitieren von Ausnahmeregelungen
Bisher erhalten zwei Bundesligisten Sonderregelungen: Der VfL Wolfsburg seit 2001 durch die langjährige Förderung durch Volkswagen, Bayer Leverkusen seit 1999 durch die enge Bindung an den Chemiekonzern Bayer. Die 50+1-Regel erlaubt solche Ausnahmen nur, wenn ein Investor einen Verein mindestens zwei Jahrzehnte erheblich unterstützt hat. Hoffenheim unter Mäzen Dietmar Hopp erhielt 2015 ebenfalls eine Ausnahme, kehrte aber Ende 2023 zur regulären 50+1-Struktur zurück.
Leverkusen und Wolfsburg reagieren auf die Forderungen
Bayer Leverkusen betont in einem Statement, Mitgliederpartizipation ernst zu nehmen und konstruktiv mit der Bundesliga zusammenzuarbeiten. Der VfL Wolfsburg erklärt, dass Mitbestimmung und Partizipation für die Fans zentral sind und eine konstruktive Diskussion in der Fußball-Branche wichtig ist. Parallel fordert der Leverkusener Fan-Dachverband Nordkurve 12 den Werksclub auf, nicht länger von der Sonderregelung zu profitieren, und warnt die Bayer AG vor einer juristischen Verteidigung oder Ausweitung dieser Position.
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Source: Via WELT (GNews)
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